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Sachsen

Digitale Barrierefreiheit - gerade bei der Entwicklung von Websites und Apps ein relevantes Thema. Mehr dazu erfuhren die Teilnehmenden beim Runden Tisch.Bildnachweis: Conny Berger

26. Oktober 2018

„IT kann den Menschen nicht ihre Einschränkungen nehmen, ihnen aber das Leben damit erleichtern.“

Informationen über Unternehmen oder Behörden recherchieren wir in der Regel online. Wir arbeiten täglich mit verschiedenen Softwareanwendungen. Wir nutzen diverse Apps auf unserem Smartphone. Dokumente laden wir herunter. Dass der Zugang zu all diesen Informationen jedoch nicht für alle Menschen selbstverständlich ist, wird dabei leider oft nicht bedacht.

Die digitale Barrierefreiheit stellt ein wichtiges gesellschaftliches Thema dar, weshalb ihr die Beraterinnen und Berater des Unternehmens-Netzwerk INKLUSION eine Veranstaltung widmeten. So kamen am 26. September zehn interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Design, Entwicklung und Marketing in die Fortbildungsakademie der Wirtschaft Dresden, um sich zu den Fragen „Warum braucht es barrierefreie Software, Apps, Webseiten oder auch Dokumente? Und wie kann man dies (einfach) umsetzen?“ auszutauschen. Peggy Reuter-Heinrich von der IT Hilft gGmbH referierte an diesem Vormittag und brachte diverse eigene Erfahrungen in die Thematik ein.

Peggy Reuter-Heinrich ging in ihrem Vortrag neben den gesetzlichen Grundlagen zur Barrierefreiheit (z.B. BITV 2.0) auf verschiedene Behinderungsarten und deren Auswirkungen auf die Arbeit am PC, Smartphone und Tablet ein. Darauf basierend zeigte sie neben den technischen Hilfsmitteln Möglichkeiten auf, wie Entwickler und Designer mit kleinen Schritten mehr Barrierefreiheit auf Webseiten, in Software und Apps schaffen können. Schnell stellten die Teilnehmenden im Austausch fest, dass es höhere Kosten verursacht, barrierefreie Lösungen nachträglich in die Software einzubauen, als wenn diese von Anfang an implementiert werden. Ziel war es, bei der Konzeptionierung und beim Design von Webseiten, Software, Apps und Co. den Nutzer in seinen Möglichkeiten und Einschränkungen immer im Fokus zu haben.

Das Einbringen eigener Erfahrungen seitens der Teilnehmer und das kritische Hinterfragen mancher Aspekte sorgten für einen regen Austausch. Final ließ sich aber feststellen: „IT kann den Menschen nicht ihre Einschränkungen nehmen, ihnen aber das Leben damit erleichtern“, so Peggy Reuter-Heinrich.