Skip to main content

Hessen

Frau im Büro im Gespräch mit Mann

Beim Runden Tisch erfuhren die Teilnehmenden vom Präventionsprogramm der DRV mit dem es Unterstützung für Mitarbeiter gibt deren Arbeitsfähigkeit bedroht ist. Bildnachweis: pexels.com

28. Februar 2018

Früher hieß es: „Reha vor Rente“ und heute: „Prävention vor Reha vor Rente“ – Beim Runden Tisch in Frankfurt wurde geklärt warum

Längere Lebensarbeitszeit, ältere Belegschaften. Der gut gemeinte Obstkorb am Arbeitsplatz kann den Aufgaben, die heute an das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) gestellt werden, nicht gerecht werden. Die gesetzlichen Rentenkassen in Deutschland haben das erkannt und stellen ihrem Motto „Reha vor Rente“ einen weiteren Begriff zur Seite. Nun heißt es: „Prävention vor Reha vor Rente“. Um das Präventionsmodell bei den Unternehmen bekannter zu machen, lud das Unternehmens-Netzwerk INKLUSION am 28. Februar 2018 Personalverantwortliche und Führungskräfte zum Runden Tisch ins Haus der Wirtschaft Hessen.

„60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland bewegen sich zu wenig und meist falsch“, zitierte Christiane Groh von der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die das Konzept den anwesenden Personalverantwortlichen und Führungskräften vorstellte. Die Folgen: hoher Krankenstand in den Unternehmen sowie steigende Kosten in der Rehabilitation. Mit dem Präventionsprogramm der DRV gibt es nun Unterstützung für Mitarbeiter deren Arbeitsfähigkeit bedroht ist. In einem 4- Phasen-Programm, das in Kooperation mit medizinischen Einrichtungen ambulant durchgeführt wird, trainieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über mehrere Wochen Techniken, die zu einer Verbesserung der jeweiligen gesundheitlichen Situation führen. Ziel ist es, eine dauerhafte Verhaltensänderung zu initiieren. Dabei werden sowohl körperliche wie auch seelische Belastungen in den Blick genommen. Der Beitrag, den die Unternehmen in diesem Kontext leisten, ist eine einmalige Freistellung von zwei Tagen. Weitere Kosten entstehen für den Arbeitgeber nicht.

„Während man früher bereits krank sein musste, um zum Beispiel eine Reha nach einer Rückenoperation genehmigt zu bekommen, ist heute auch präventiv etwas machbar, das ist gut.“ so Frau Groh. Das Präventionsmodell wird in Hessen an fünf Standorten in ambulanten Einrichtungen angeboten. Herr Kim von der Alice Park Reha GmbH, die in Darmstadt Projektpartner der DRV ist, erläuterte im Anschluss ausführlich den Ablauf des Programms. Im Anschluss hatten die Teilnehmer ausreichend Zeit, Ihre Fragen zu stellen. Viele Teilnehmer zeigten sich überrascht, dass es ein solches Programm seitens der DRV gibt und waren sehr erfreut, im Rahmen des Projektes Unternehmens-Netzwerk INKLUSION darüber informiert zu werden.