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Vernetzung

Wo Verbindungen fehlen, braucht es Vernetzung

Die Vernetzung und die bessere Zusammenarbeit von Unternehmen mit dem Unterstützungssystem der Inklusion ist zentral für mehr Inklusion in den Betrieben. Studien und Erhebungen bestätigen das regelmäßig.

Vernetzung ist auch ein Merkmal der mit den Begriffen Digitalisierung und Arbeit 4.0 beschriebenen aktuellen arbeitsmarktpolitischen Veränderungen. Vernetzung ist deshalb zu Recht in aller Munde, wenn es um tragfähige Perspektiven für betriebliche Entwicklungen geht.

Bei unserer Netzwerkarbeit im Bereich der Inklusion fragen wir konsequent nach dem Nutzen für die Betriebe. Wir fragen, was gute Netzwerke ausmacht. Woran mache ich die Zugehörigkeit zu einem Netzwerk fest? Habe ich schon ein Netzwerk, wenn ich viele Menschen kenne? Was mache ich mit Mitbewerbern in meinem Netzwerk? Welche Rolle spiele ich selbst im Netzwerk? Muss im Netzwerk jeder über alles informiert sein? Wer legt die Ziele fest? Und welche Rolle spielen Vielfalt, Tausch und Vertrauen im Netzwerk?

Aus den Antworten auf diese Fragen leiten wir Standards und Qualitätsanforderungen für unsere Netzwerkarbeit ab.Netzwerken ist für uns ein Querschnittsthema, eine zentrale Methodenkompetenz und eine Schlüsselqualifikation, aber sie ist kein Selbstzweck.

Maßgeblich ist, dass Arbeitgeber bei der betrieblichen Inklusion von unserer Netzwerkarbeit profitieren.

Inklusive Führung

Inklusive Führung und Unternehmenskultur

Gescheiterte Beschäftigungsverhältnisse von schwerbehinderten Men­schen sind mächtig. Sie fungieren oft als Bestätigung von Unsicherheiten, Vorbehalten und Vorurteilen. Man hat ja gleich gesagt, gedacht oder geahnt: das klappt nicht.

Allerdings liegen die Ursachen gescheiterter Beschäftigungsverhältnisse oft genau darin: in Unsicherheiten, Vorbehalten und Vorurteilen, die sich dann selbst bestätigen.

Wir brauchen deshalb in den Betrieben mehr Know-how, mehr Sicherheit und eine positivere Kultur im Umgang mit dem Thema der Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung.

Führungskräfte haben dabei eine entscheidende Rolle: sie müssen die Inklusion im Alltag „umsetzen“, sie sind als Erste gefordert, sie haben eine zentrale  Multiplikatorenfunktion und nehmen für Beschäftigte eine wichtige Vorbildfunktion wahr.

Um Inklusion in Wirtschaftsunternehmen erfolgreich zu verankern, ist ein entsprechendes Führungsverhalten und ein begleitender Bewusstseinswandel in den Unternehmen erfor­derlich.

Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit Fachleuten und Betroffenen Grundzüge für ein inklusives Führungsverhalten, das wir in die Betriebe tragen und den Führungskräften  zur Verfügung stellen.

Ziel ist es, dass die Führungskräfte die spezifischen Herausforderungen bei der Beschäftigung von Menschen mit einer Behin­derung erfolgreich bewältigen und damit auch die Entwicklung einer inklusiven Unternehmenskultur befördern.

Ausbildung

Die „behinderte“ Inklusion im Ausbildungsbereich

„Wir würden ja einstellen, aber wir finden keine Bewerber,“ sagt der Betrieb.
„Ich würde mich ja bewerben, aber die nehmen mich ja doch nicht,“ sagt der Jugendliche.

Dabei darf es nicht bleiben

Immer mehr Betriebe finden keine passenden Auszubildenden. Die inklusive Beschulung erfordert neue Wege der Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben und immer noch führt der Weg für zu viele junge Menschen in eine Werkstatt für behinderte Menschen.

Inklusion sieht anders aus

Die „behinderte Inklusion“ im Ausbildungsbereich ist gekennzeichnet von fachlichen und strukturellen Defiziten: von gegenseitigen Zuschreibungen, unrealistischen  Erwartungen, Vorbehalten und Ängsten, geringem Selbstbewusstsein, schlechten Erfahrungen, fehlenden Informationen, komplizierten formalen Regularien, fehlender Unterstützung, einem unübersichtlichen Feld unterschiedlichster Akteure und fehlendem Know-how.

Die Tür zu einem selbstbestimmten Leben

Deshalb kümmern wir uns verstärkt um die Ausbildung junger Menschen mit einem Handicap. Eine qualifizierte Ausbildung ist Prävention vor Arbeitslosigkeit und öffnet jungen Menschen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

Wenn es gelingt, die beteiligten Akteure und Institutionen und auch das zugehörige soziale Umfeld miteinander zu vernetzen, ihnen neue Chancen und Wege der Inklusion aufzuzeigen und sie ein Stück weit schlauer zu machen - dann kommen wir bei der inklusiven Ausbildung voran.

Bundesweites Beratungsnetz

Gesucht: ein bundesweites Beratungsnetz für Arbeitgeber

Die Herausforderungen der Inklusion sind komplex und das Unterstützungssystem ist es ebenso: Projekte kommen und gehen, Förderprogramme wechseln, Ansprechpartner sind schlecht erreichbar, Zuständigkeiten unklar und Verfahrenswege bürokratisch und aufwändig. Auch für Hauptamtliche und Profis ist das oft schwer durchschaubar.

Für kleine und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe aber ist das meist ein Buch mit sieben Siegeln. Der Weg zum richtigen Ansprechpartner ist oft ein Weg von Pontius zu Pilatus - Inklusion bleibt dann manchmal auf der Strecke.

Deshalb sucht das BMAS nach einem verlässlichen, dauerhaften und bundesweiten Beratungsnetz für Arbeitgeber. Dafür entwickeln wir einen Vorschlag.

Wir wissen und erleben es immer wieder: wenn Betriebe die Sicherheit haben, im Bedarfsfall schnell und unbürokratisch die erforderliche Unter­stützung zu finden, erhöht dies ihre Bereitschaft und Ihre Kompetenz, Menschen mit Behinderung auszubilden und zu be­schäf­tigen.