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Projekt

Gruppenfoto

Hintere Reihe: R. Schlott, W. Kowatsch, M. Otto-Albrecht, V. Ravenhorst, Dr. Chr. Busch, M. Jeske, Th. Frick, H. Berster, Vordere Reihe: A. Pohl, Prof. Dr. M. Niehaus, M. Drosten, M. Klose, D. Maack. Im Vordergrund: Blindenführhund Lila.

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Prof. Dr. Mathilde Niehaus, Professorin für Arbeit und berufliche Rehabilitation an der Humanwissenschaftlichen Fakultät an der Universität zu Köln sagt: "Inklusive Mitarbeiterführung wird erlebbar durch Menschenkenntnis, praktische Erfahrungen und Reflexion aus Forschung. Das ist im Austausch der Personen aus unterschiedlichen Unternehmen und Institutionen deutlich geworden - ein inspirierender und Freude bereitender Austausch."

Andrea Pohl

Andrea Pohl, Geschäftsführerin der PHH Personaldienstleistung GmbH: "Bei uns mussten Führungskräfte für zwei Wochen ein Ehrenamt übernehmen - das hat so viel geändert.“

13. November 2017

Dem Ziel ein Stück näher: Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler arbeiten an einem Leitfaden für inklusive Führung

„Bei uns mussten Führungskräfte für zwei Wochen ein Ehrenamt übernehmen - das hat so viel geändert“, so die Erfahrung von Andrea Pohl, Geschäftsführerin der PHH Personaldienstleistung GmbH. Sie war eine der zwölf Expertinnen und Experten, die für den 1. November 2017 vom Projekt Unternehmens-Netzwerk INKLUSION nach Hamburg eingeladen worden waren, um erstmalig in Deutschland grundlegende Fragen inklusiver Führung für Unternehmen und Betriebe zu diskutieren.

Ort dieser Veranstaltung waren die werkstattartigen Räume eines Hotels in der Hamburger Hafencity, die diesen eintägigen „Think-Tank“ zu intensiver Arbeit, Diskussion und Vernetzung inspirierten. Um ein möglichst vielfältiges Spektrum an Know-how, Erfahrungen, Blickwinkeln und Sichtweisen zusammenzubringen, hatte Projektleiter Manfred Otto-Albrecht Personen aus unterschiedlichen Erfahrungsbereichen eingeladen: Geschäftsführer und Führungskräfte aus Unternehmen, inklusionsaffine und inklusionsfremde Fachleute, Betroffene mit unterschiedlichen Handicaps, ein Schwerbehindertenvertreter, Businesstrainer und Wissenschaftler.

Die Teilnehmer formulierten zu Beginn des Workshops ihre persönliche Vision einer idealen inklusiven Führung, die im Laufe des Tages in einem intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess Stück für Stück operationalisiert wurde. Hinderliche und förderliche Rahmenbedingen wurden identifiziert, Bedürfnisse und Erwartungen der betrieblichen Akteure berücksichtigt, Erkenntnisse zur emotionalen Intelligenz wurden einbezogen und Erfahrungen aus der eigenen Gefühlswelt wurden aufgegriffen.

Das Ergebnis: Eine Sammlung konkreter Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Führung von Mitarbeitern mit und ohne Behinderung. Diese finden jetzt Eingang in die weitere Arbeit des Projektes. Erstellt werden ein Beratungsleitfaden zur inklusiven Führung, eine Checkliste für Führungskräfte und eine umfassende Veröffentlichung mit der Dokumentation des Workshops.

Die Teilnehmer regten zum Abschluss des Tages die Fortführung des Diskussionsprozesses an. Projektleiter Manfred Otto-Albrecht wird dafür erneut einen passenden Rahmen organisieren: Fortsetzung folgt!

Die Teilnehmer waren: Dr. Manfred Albrod (Hamburg, Facharzt für Arbeitsmedizin, Umweltmedizin, Facharzt für Allgemeinmedizin, Disability Manager (CDMP)), Dr. Christine Busch (Universität Hamburg), Markus Drosten (Integrationsamt Hamburg), Markus Klose (Hamburg, Business Trainer), Wolfgang Kowatsch (Wien, myability), Dörte Maack (Hamburg, Dialog im Dunkeln), Dirk Müller-Remus (Berlin, diversicon GmbH/auticon GmbH), Prof. Dr. Mathilde Niehaus (Universität zu Köln), Andrea Pohl (Hamburg, PHH Personaldienstleistung GmbH), Volker Ravenhorst (Hamburg, Aon Holding Deutschland GmbH), Rüdiger Schlott (Flughafen Hamburg GmbH), Markus Jeske (Oldenburg, Unternehmens-Netzwerk INKLUSION). Moderator: Thomas Frick. Leitung: Manfred Otto-Albrecht.